Was ist Zen-Gymnastik?

Am Anfang jeder Trainingsstunde meditieren die Teilnehmer zehn Minuten.
Dann folgen jeweils ca. 30 Min. Übungen im Stehen und auf der Matte.
Die Standübungen erinnern ein wenig an Qigong, wirken aber gezielter
auf die Meridiane, wie sie auch in der Akupunktur bearbeitet werden.
Zudem sind zahlreiche Bodenübungen im Programm, die sich an Yoga
anlehnen, aber nur ganz selten statisch gehalten werden. Wesentlich bei
allen Einheiten ist, dass die Bewegungen immer im Einklang mit dem Atem
stehen, der den Rhythmus vorgibt. Eine zehnminütige Tiefenentspannung
am Ende rundet das Programm ab.
Das Gleichgewicht wieder herstellen:
Durch den gezielten Ausgleich muskulärer Disbalancen erleben die
Teilnehmer schnell ein besseres Körpergefühl und erhöhen ihre
Körperwahrnehmung.
Neben der Entspannung schult Zen-Gymnastik das Koordinationsvermögen.
Es wird die Beweglichkeit verbessert und ein leichter Kraftzuwachs an
Rücken und Bauch ist zu verzeichnen.
Qi (Energie) kann wieder fließen!!!
Was ist Zen?
Zen ist seinem Wesen nach rein buddhistisch, weil sein Ziel kein anderes als das des Buddha selbst ist.
Zen heißt 100%ig im Hier und Jetzt zu sein.
Entstehungsgeschichte der Zen-Gymnastik
Der 27. Patriarch des Buddha, Boddhidharma, kam 6. Jh. n. Chr. nach China ins wohlbekannte Shaolin-Kloster. Dort entdeckte er Mönche, die durch hartes Meditationstraining damals körperlich sehr geschwächt waren. Um die Gesundheit der Mönche zu fördern, entwickelte er Gymnastikübungen. Nach und nach lösten immer mehr Kampfkunstelemente die gesundheitsbezogenen Elemente ab. Erst am Ende entstanden die Kung Fu-Techniken, die wir noch heute oft bewundern dürfen. Ende des 20. Jh. wurde die gesundheitsbezogene Art der Zen-Gymnastik durch den koreanischen Mönchen Hye-Won wieder entdeckt und neu eingeführt.